Februar 2017

Stiftung Kriminalprävention

heißt nun

Stüllenberg Stiftung

Die Chronik

 

Im Herbst 1995 errichten aus Anlass des plötzlichen Todes von Heinz Stüllenberg† Familie und Freunde in Baden-Württemberg die gemeinnützige Körperschaft

„Stiftung Kriminalprävention“

Zweck ist, anwendungsorientierte, empirische Forschung zur Reduzierung/Vermeidung von Kriminalität zu initiieren, durchzuführen oder wirtschaftlich/inhaltlich zu begleiten, Ergebnisse zu realisieren und auf Wirksamkeit zu untersuchen.

Nach dem Stifterwillen muss dieses Engagement stets frei von wirtschaftlichen, politischen oder ideologischen Einflussnahmen bleiben.

So wird festgelegt, dass die Körperschaft keine Fördermittel annimmt und mit einem Kapital ausgestattet wird, das es dauerhaft ermöglicht, alle Aktivitäten allein aus den Erträgnissen des Stiftungsvermögens zu finanzieren.

Seit ihrer Gründung vor mehr als zwanzig Jahren hat die Stiftung so mehr als vier Millionen Euro für die Erfüllung ihrer Satzungszwecke aufgewendet.

Als Arbeitsplattform der Körperschaft dient das

Das Logo nimmt den Mythos von Sisyphos auf, Arbeiten wahrzunehmen, welche kein absehbares Ende haben.

 

Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit wird im Frühjahr 2000 dazu das Stiftungsgebäude in Münster Hiltrup bezogen und dient seither als Forschungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte.

Neben Entwicklung, Durchführung und Implementierung einer Vielzahl unterschiedlicher eigener Forschungsprojekte legt die Stiftung 2001 eine deutschlandweite Qualifizierungsoffensive für Mitglieder kommunalpräventiver Gremien und kriminalpräventiver Projektorganisationen auf, in der Folge wird der jährlich mit 50.000 € dotierte Deutsche Förderpreis Kriminalprävention ausgelobt.

In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends wird -sicher auch durch die Arbeit der Stiftung- zunehmend erkannt, dass wirkungsvolle Kriminalprävention nur im Forschungs- und Umsetzungsverbund unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen, Berufskompetenzen sowie gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch relevanten Organisationen/Einrichtungen erfolgreich sein kann.

Immer mehr Bedeutung erlangt so auch bis heute die sog. primäre Kriminalprävention. Damit rücken Bildung und Erziehung in einer Entwicklungsphase von Kindern und Jugendlichen, die (noch) keine konkrete ungünstige Prognose haben oder gar delinquent geworden sind, in den Fokus von Forschung, Initiativen und Projekten.

Das Engagement einer „Stiftung Kriminalprävention“ löst in diesem Kontext bei Eltern, Lehrern, Kindern und Jugendlichen zunehmend eher Fragezeichen und Erklärungsbedarf als Verständnis aus – „hier ist doch niemand kriminell!“.

So kommt es in den vergangenen Jahren beim Stiftungsvorstand zu der Erkenntnis, dass der Name der Körperschaft nicht mehr angemessen erscheint. Und nachdem die Kooperationspartner ohnehin schon seit der Gründung häufig von „Stüllenberg Stiftung“ sprechen, liegt der Namenswechsel nahe, den nunmehr die Stiftungsbehörde Münster anerkannt hat.

Was unverändert bleibt, sind die Ziele der Stiftung und deren Steuerung durch Mitglieder der Familie Stüllenberg im Vorstand.

Somit ist die Arbeitsplattform der

             weiterhin das